Was ist denn die Klopfprobe?

Apfelblütenstecher an den Apfelknospen


Die Apfelblütenstecher stechen in die Knospen um ihre Eier abzulegen. Die Knospen öffnen sich nicht, sie färben sich rostbraun. Die Larven entwickeln sich in den Blütenknospen und verhindern so die Bildung der Frucht. Mit der Klopfprobe kann man schauen ob die Rüsselkäfer vorhanden sind. Eine Bekämpfung ist im Hausgarten in der Regel nicht notwendig, chemische Präparate zur Bekämpfung stehen nicht zur Verfügung.

Pflanzenschutztipp vom 28. März 2019, Giessen

Wenn ich da klopfe, schauen die dann raus und wollen wissen wer vor der Türe steht? 🙂

Tipp für stark treibende Unterlagen

Wenn die Unterlagen unterhalb der Veredlungsstelle auch gut austreiben und weniger Saft dem Edelreis  zu Verfügung steht, dann sollten die Triebe der Unterlage eingekürzt (nicht entfernen, da sie noch zur Assimilation beitragen) werden, damit das Edelreis besser treiben kann.

Bei den Unterlagen, bei dem das Reis nicht angenommen wurde (Ich hoffe recht wenige), sollte der stärkste Trieb erhalten werden und die anderen restlos entfernt werden.

Diesen Trieb könnte man nächstes Jahr wieder veredeln.

Anreise und letzte Infos

In drei Tagen geht’s los: Ostersamstag um 14 Uhr auf unserem Vereingelände. Für die von „nicht-Ortskundigen“ hier eine Wegbeschreibung, als Startpunkt ist die Trattoria Mauro am Hainchener Sportplatz gesetzt:

Wolfgang Heutzenröder wird dann Wissenswertes über Messerschärfen, Baumschnitt und Veredeln vermitteln und wir werden das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen. Fürs leibliche Wohl sorgen wir natürlich auch.

Nachgefragt: Was hat es mit den Edelreisern auf sich?

Eine schöne Zusammenfassung findet ihr bei Manufactum:

https://www.manufactum.de/edelreiser-obstbaumveredelung-schneiden-c-2998/

Die Edelreiser für unseren Starttermin vom Apfel „Jakob Fischer“ liegen startbereit und in Sand eingeschlagen in meinem Keller – in einer guten Woche geht’s los.

Anbei noch ein Filmtipp von Heiko zum Thema:

Literaturtipp: Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen

In der Broschüre der hessischen Landesgruppe des Pomologenvereins finden sich auf 80 Seiten viele Sortenempfehlungen mit für Hessen typischen alten Obstsorten. Einen großen Teil der Broschüre nehmen Tabellen mit Informationen zu Herkunft, Frucht- und Baumeigenschaften, Standortansprüchen und Robustheit von 246 Kulturobstsorten und 25 Schalen- und Wildobstarten ein. Weiterhin werden die bisherigen fünfzehn „Hessischen Lokalsorten des Jahres“ auf je einer Doppelseite vorgestellt. Zusätzlich gibt es Ratschläge für das Pflanzen und Schützen von Jungbäumen, ein Glossar, eine Liste spezialisierter Baumschulen, Literaturtipps und einen Abriss über hessische Pomologen. Erhältlich ist die sehr empfehlenswerte Brpschüre im online Shop des Pomologenvereins (https://www.pomologen-verein.de/online-shop.html) zum Preis von 7,50 Euro.